Aufrichten der Wirbelsäule

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"Innere Kraft - äußere Haltung" 



Die Wirbelsäule: Lastenträger oder Gewichtsverteiler?

Maximilian Huber - Entwickler der Technik des "Aufrichtens" - schreibt:
"Die Wirbelsäule stellt - wie ein Baupfeiler - deine Stütze, Widerstandsfähigkeit und deinen Schutz dar. Außerdem gibt sie dir die Fähigkeit, dich als Mensch aufzurichten und dich in deiner Aufrichtigkeit zu zeigen, zu präsentieren. Sie hält dich verschiedenen Ereignissen gegenüber flexibel. Sie stützt, unterstützt und schützt dich in allen Lebenslagen. Ohne sie würdest du den Halt verlieren. Sie zeigt dir aber auch, wenn du dich verbiegen lässt oder wenn du dir zu viel Druck auflastest. (...) Die Säule des Lebens hängt also tief mit deiner energetischen Verfassung zusammen. (...) Die Wirbelsäule steht in Verbindung mit sämtlichen Aspekten deines Wesens. Jeder Gedanke, jedes Gefühl, jede Situation, jede Reaktion und jeder Eindruck prägt sich hier ein." (Maximilian Huber, Aufgerichtet, Seite 58)

Ida Rolf - Pionierin in der Faszien Therapie - beschreibt die Wichtigkeit der Wirbelsäule (Rückgrat) wie folgt:
"Das Rückgrat ruht im Becken wie ein Mensch im Schaukelstuhl. Nach unserer Auffassung spielt das Becken eine grundlegende Rolle für das physische und psychische Wohlbefinden des Menschen. Für eine optimale dynamische Funktion ist jedoch strukturelle Ausgewogenheit von den Fußsohlen bis zum Scheitel erforderlich. Im Verhältnis zur Schwerkraft bildet das Rückgrat einen Verbindungsstab im Körper, ein gegliedertes, im Becken ruhendes Gerüst. Die Endabschnitte des Rückgrats - Becken und Kopf - machen es zu einem vitalen Kern, der den Menschen schlecht, gut oder angemessen mit der Schwerkraft in Übereinstimmung bringt." (Ida P. Rolf, Rolfing - Strukturelle Integration, S. 191)

Christian Larsen - Pionier der Spiraldynamik - formuliert es so:
"Die Wirbelsäule ist beides - Wirbel und Säule. Gemäß dem Säulenprinzip muss sie sich in jeder Lage stabilisieren können, gemäß dem Wirbelprinzip darf und will sie in alle Richtungen durchbewegt werden, aber gelenkanatomisch möglichst gut verteilt. (...) Wir benutzen unsere Wirbelsäule zu einseitig in der Beuge-Streckdimension, zu wenig in der Verschraubung, die in sich spiralig und aufrichtend ist. Aufrichtung kommt nicht als Kraftakt über Haltungsdisziplin und Streckung zustande, das produziert nur noch mehr Spannung. Der Weg zur Aufrichtung führt über Bewegung, Aufrichtung ist die natürliche Folge dreidimensionaler Beweglichkeit, Statik ist sozusagen 3D-Dynamik im Ruhegleichgewicht". (Christian Larsen, Medical Yoga professional, Seiten 170 und 179)

Die Wirbelsäule ist unsere Mitte - nicht nur physisch
"Irgendwann habe ich verstanden, dass die Wirbelsäule unsere senkrechte Mitte ist. Bin ich in meiner Mitte, dann kann ich aufrecht hinstehen und kann zu meinen Worten und Taten stehen. Ich schaue den Mitmenschen in die Augen. Stehe ich neben mir oder stehe ich nicht zu mir, dann blockiere ich das Leben in mir. Ich blockiere meine Möglichkeiten - es blockieren meine Wirbelgelenke" (Maximilian Huber, Ausbildungsskript, Seite 17)
Der physische Körper steht ganz eng mit unseren Emotionen, der Seele, den Erlebnissen, den Prägungen und Schock-Erfahrungen in Wechselwirkung. Wir können über den Körper auch unsere emotionale/seelische Ebene wieder in Harmonie bringen.

Anatomie der Wirbelsäule
Die Wirbelsäule besteht aus
7 Halswirbeln,
12 Brustwirbeln,
5 Lendenwirbeln,
Kreuzbein und
Steißbein.
Sie verbindet senkrecht das Becken mit dem Schädel. Die Wirbelkörper sind so geformt, dass sie zusammen einen hohlen Kanal bilden, der das Rückenmark beherbergt, einen Teil des zentralen Nervensystems.
Die Wirbelkörper haben auch knöcherne Fortsätze, die sich seitlich (Querfortsätze) und nach hinten (Dornfortsatz) erstrecken. Diese Fortsätze dienen als Ansatzpunkte für Bänder und Muskeln und spielen eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung und Bewegung der Wirbelsäule.
An den seitlichen Teilen jedes Wirbelkörpers befinden sich Gelenkfortsätze, die sich mit den Gelenkfortsätzen der benachbarten Wirbel verbinden, um Wirbelgelenke zu bilden. Diese Gelenke ermöglichen Bewegungen wie Beugung, Streckung und Seitwärtsneigung der Wirbelsäule.
Die Wirbelkörper sind durch flexible Zwischenwirbelscheiben, die Bandscheiben, voneinander getrennt. Diese Bandscheiben dienen als Stoßdämpfer und ermöglichen der Wirbelsäule, sich zu beugen und zu strecken.
Rund um die Wirbelsäule befindet sich ein komplexes dynamisches Netzwerk aus Sehnen, Bändern, Muskeln und Faszien, das zusammenarbeitet, um die Wirbelsäule zu stabilisieren, zu unterstützen und zu schützen - und gleichzeitig Bewegungsfreiheit und Flexibilität ermöglicht.
Eine gut funktionierende Zusammenarbeit dieser Strukturen ist entscheidend für die Gesundheit und Funktionalität der Wirbelsäule.


Hauptaufgaben der Wirbelsäule:

Schutz der Rückenmarksnerven: Die Wirbelsäule umgibt und schützt das Rückenmark, das, zusammen mit dem Gehirn, das zentrale Nervensystem bildet. Die Wirbelsäule schützt diese Nerven vor Verletzungen und Schäden. Die Nerven, die vom Rückenmark zwischen zwei Wirbeln durch den Wirbelkanal austreten und die Signale zwischen dem Gehirn und dem Rest des Körpers übertragen, nennen wir Spinalnerven. Sie versorgen unsere Organe, die Muskeln und die Haut. 
Die Gesundheit aller wichtigen Nerven und der von ihnen angesteuerten Organe, Muskeln, Funktionen ist eng mit dem Zustand der Wirbelsäule verknüpft.Starke Muskelspannungen, Faszienverklebungen und Wirbelblockaden haben somit Auswirkungen nicht nur auf unsere Beweglichkeit, sondern auch über die Nerven, auf die Funktionsfähigkeit unserer Organe und Muskeln.

Unterstützung und Halt für den Körper: Die Wirbelsäule bildet das zentrale Stützgerüst des menschlichen Körpers. Sie ermöglicht es uns, aufrecht zu stehen, zu gehen und andere Bewegungen auszuführen. Die Wirbelsäule trägt das Gewicht des Oberkörpers und verteilt es gleichmäßig auf den gesamten Körper.

Kraftübertragung: Die Wirbelsäule überträgt die Kraft, die durch die Muskeln erzeugt wird, auf den restlichen Körper. Sie dient als Hebel für die Bewegung und trägt dazu bei, dass wir uns effizient bewegen können.

Flexibilität und Beweglichkeit: Obwohl die Wirbelsäule stabil ist, ist sie auch flexibel genug, um sich zu beugen, zu drehen und zu strecken. Dies ermöglicht es uns, verschiedene Bewegungen auszuführen und uns an verschiedene Situationen anzupassen.

Unterstützung der inneren Organe: Die Wirbelsäule bietet auch Unterstützung für die inneren Organe des Körpers, indem sie ein stabiles Gerüst bildet, das ihnen Halt gibt und hilft, sie an ihrem Platz zu halten.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Wirbelsäule eine entscheidende Rolle für die strukturelle Integrität, die Bewegungsfähigkeit und den Schutz des zentralen Nervensystems im menschlichen Körper spielt. Ihre Funktionen tragen wesentlich zum allgemeinen Wohlbefinden und zur Funktionalität des Körpers bei.

Bei der Behandlung "Aufrichten der Wirbelsäule" werden auch Elemente der Fußreflexzonen Therapie und Cranio Sacralen Therapie angewandt. Über die Fußreflexzonen Therapie lesen Sie hier.
Über die Cranio Sacrale Therapie lesen Sie hier.

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